BäbaBär

Das goldene Buch des BäbaBär Fasnachtsnobelpreis seit 2012

Gewinner 2019: Stefan Spahr (LFG Ober)

Traumpaar 2019 (Stéph & Stef)

Im vergangenen Jahr engagierte unser Ober Stefan Spahr Stéphanie Berger als Speakerin für den Gönnerabend im Bären. Wo wir damals noch werweissten, ob der Gönnerabend eventuell nicht lustig genug sei und der Ober diese doch lieber geheim zu bleibende Tatsache durch ein kluges Engagement einer Comédienne erfolgreich zu verschleiern wusste, brachte uns nun das erneute Engagement der Stéphanie für den diesjährigen Gönnerabend noch auf ganze andere Gedanken. Ob der Ober – angesichts der närrischen Zeit – möglicherweise an der Schönsten von 1995 tatsächlich ein wenig den Narren gefressen hat? Sorgfältig abwägend, müsste man so gefährlich ins frivole tendierenden Gedanken natürlich entgegenhalten, auch der einfache Wunsch zu helfen, sei ein mögliches und sogar ein höchst lobenswertes Motiv für Stefans erneutes Engagement der Stéphanie.

Hat doch die bezaubernde Miss Schweiz a. D. im vergangenen Jahr, während sie elegant durch den Gönnerabend moderierte, charmant und mit entwaffnender (keine Anspielung auf die zivile Profession des Obers) Offenheit gestanden, sie verstünde so etwas von gar nichts von der Fasnacht und glänze diesbezüglich durch profunde Unwissenheit. Das dürfte sich aber just an jenem Gönnerabend geändert haben! Bewusst oder unbewusst hat Stéphanie Berger im Zuge ihrer Moderation das Wesen der Fasnacht – wenngleich auch nicht gerade verinnerlicht – so doch in der organisierten und einprägsamen Form des Gönnerabends erfahren dürfen.

Unser Ober Stefan hat natürlich sofort erkannt, dass dieses frisch erworbene Wissen der Stéphanie nur erhalten bleiben kann, wenn es angemessen und so zeitnah wie möglich vertieft wird. Und der nächstmögliche Zeitpunkt für ein fasnächtliches Repetitorium ist natürlich der Gönnerabend 2019. Stéphanie Berger wird dabei ihre bereits gemachten Fasnachtserfahrungen erweitern und ergänzen, nicht zuletzt zur Freude von Stefan. Noch zwei, drei weitere Gönnerabende in den kommenden Jahren und Stéphanie wird eine weitherum gesuchte Expertin der Langethaler Fasnacht sein.

Wem nun aber doch die Möglichkeit, die wir in der Überschrift so vielsagend angetönt haben, eher entspräche, möge unbesorgt bleiben. Wer immer uns fragen möchte: «Stéph und Stef? Ist das ein Gerücht?», der tue das frisch und frei. Und wir werden ihm zur Antwort geben: «ist das nicht egal? Erzähls doch einfach weiter!»

Und für Dich, lieber Stefan, gibt’s in diesem Jahr den Bäbabär, als Anerkennung für Deinen unermüdlichen Einsatz im Dienste des lokalen Brauchtums, insbesondere bei der Verbreitung tiefgründiger Fasnachtserkenntnisse.

Vielen Dank dem Texter Hans-Jürg Schmied, textfabrik aus Langenthal


Gewinner 2018: Stapi, Reto Müller

Stapi Reto – Der Weg ist das Ziel…

…und an Zielen herrscht in Langenthal in Deinem ersten Amtsjahr wahrlich kein Mangel. Pfade, Wege, Gässchen und Strassen an der Zahl. Doch ohalätz, sich oben genannter Weisheit aus dem fernen Osten hinzugeben, war meist mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden und am Ende war das Ziel dann der Umweg oder gar eine Sackgasse, an deren Ende sich nicht der Sinn des Lebens offenbarte, sondern sich stattdessen der gähnende Abgrund einer profanen Baugrube auftat.

Wenn Du auch nicht alle Bauprojekte selber ausgeheckt hast, so stehst Du, Reto, doch als oberster Bauherr unserer von Baumaschinen durchwühlten Stadt in der Verantwortung (und kennst ja schliesslich – im Gegensatz zu Deinem Stadtbaumeister – auch die ganze Stadt aus eigener Anschauung).

Drum gewinnst Du, geliebter Stapi unseren Bäbabär Fasnachtsnobelpreis.

Seit mehr als einem Jahr leitest Du nun die Geschicke unseres Gemeinwesens aus deinem Büro im Glaspalast, gleich neben (genau!) der teuersten Baustelle des vergangenen Jahres. Gestählt durch Baumaschinenlärm und Feinstaub, hast Du damit bewiesen, dass auch Du, als Wunsch- Majestix Deiner roten und grünen Wählerschaft, baustellenaffin sein kannst, wie ein durch und durch bürgerlicher Baulöwe mit Traxgesicht.

Mit grosser Freude stellen wir aber zudem fest, dass Du Reto, Dir Deiner Wurzeln trotz Deines hohen Amtes immer noch bewusst bist und so als gelernter Lehrer, auch das pädagogisch wertvolle am Langenthaler Baumaschinenlabyrinth zu schätzen weisst: ein Jahr der Umleitungen, der Schleichwege und der sorgfältigen Planung der nächsten Tour durch und in die Stadt, dies, das wusstest Du, wird den Orientierungssinn Deines Volkes schärfen!

Jede Bürgerin und jeder Bürger werden den Gewinn an räumlicher Erkenntnis in ihrer Zukunft zu nutzen verstehen und sich mit neuen Wegen auch neue Ziele zu erschliessen wissen.

Zum Dank für diesen Erkenntnisschub, möchten Wir Dich, lieber Reto, mit dem Bababär beschweren, Dich mottogerecht in Konfetti abtauchen lassen und Dir die Urkunde überreichen.

Und natürlich wünschen wir Dir für Deine weitere Regentschaft noch viele weitere Holpergassen mit Schlaglöchern und aufgerissenem Belag, die Du in majestätische Prachtstrassen verwandeln kannst.

Vielen Dank dem Texter Hans-Jürg Schmied, textfabrik aus Langenthal


Gewinner 2017:„Hügü“, Hans-Jürg Schmied

baeba2017

Für einmal stehen wir da und wissen nicht so recht, ob wir nun lachen oder weinen sollen. Denn unser diesjähriger Preisträger macht es uns nicht leicht. Ach, wie schön, unterhaltsam und lustig waren die Langenthaler Stapiwahlen letztes Jahr ab Mitte Juli, als Du, „Hügü“ ins Rennen um das höchste Langenthaler Polit-Amt gestiegen bist.

Ach, wie schade ist es, dass Du nicht unser Glaspalast-Trump geworden bist. Du hast alles mitgebracht, um aufsehenerregend durch den Glaspalast zu trumpeln: Politisch unerfahren, zuweilen undiplomatisch, unbeholfen auf dem politischen Parkett und ohne jede Kenntnis politischer Abläufe und Zusammenhänge. Dafür haben wir Dich geliebt, aber nicht gewählt.

Warum zum Henker, hast Du nicht das getan, was Du als chancenloser Aussenseiter hättest tun müssen? Du hättest doch irgendeine der unzähligen Stadträtinnen sexuell belästigen können, beim Podiumsgespräch die beiden andern Stapi-Kandidaten beleidigen und beschimpfen müssen und auf ganzseitigen Anzeigen die einseitige, tendenziöse und mit fake news gespickte Berichterstattung in der einzigen Tageszeitung vor Ort anprangern können. Das hätte Dich zwar Sympathien gekostet, Dir aber genügend Stimmen für die Wahl zum Stapi gebracht.

„Hügü“, Du hast die Politik zwar nicht begriffen, aber als Kandidat nicht gekniffen. Du hast uns unterhalten und immerhin 318 Langenthaler und auch die Bärenbande dazu gebracht, dass sie Mitleid mit Dir hatten. Wir sind nämlich der Überzeugung, dass ein solches Engagement belohnt werden muss und überreichen Dir an dieser Stelle den diesjährigen Bababär-Pokal.

Überreichen tun wir ihn Dir mit einem kleinen Tipp: Der Bababär ist unter Sammlern heiss begehrt: Willst Du ihn nicht, verkaufst Du ihn – mit dem Erlös wird Deine Wahlkampfkasse prall gefüllt sein und Du kannst in vier Jahren den Glaspalast noch einmal ins Visier nehmen. Einen passenden Wahlslogan hätten wir für Dich ebenfalls bereits parat: „Reto abwählen“…

Aber vielleicht gefällt Dir unser Bababär und er erhält einen Ehrenplatz bei Dir – dann wäre wohl allen gedient, denn der „Hügü“ im Glaspalast, nein, das haben wir wirklich nicht verdient…


2016 – Keine Verleihung


Gewinner 2015: Markus Gfeller (LFG-Ober)

baeba2015

LFG-Ober Fasnachts-Nobelpreis

„Läck“, wir staunen doch immer wieder über den Einfallsreichtum vieler Werbefachleute, die uns mit gerissenen Texten, Videoclips oder Webespots erfreuen und Unternehmen zusätzliche Umsätze bescheren. Aber wir von der „Bärenbande“ sagen Euch, alles richtige Anfänger, Weichspüler und „Werbe-Flopper“ im Vergleich zu unserem LFG-Ober Markus Gfeller. „Das isch en geile Siech“ und hat alle bisher bekannten Werbemassnahmen weit übertroffen.

Der liebe Markus, das ist uns zu Ohren gekommen, „chlönt“ seit Jahren in allen Langenthaler Beizen darüber, dass er endlich einmal den „Bäba-Bär“ der Bärenbande erhalten möchte. Dafür liess er sich nun etwas ganz gerissenes einfallen, was bislang ein gut gehütetes Geheimnis war. Der Obernarr hat nämlich an der letzten Fasnacht die Fischernetze an einem gut frequentierten Ort deponiert und mit dem Schild „bitte mitnehmen“ versehen.

Der Erfolg dieser Aktion war überwältigend: Die Fischernetze waren im Nu weg und das Langenthaler Tagblatt machte eine grosse Story daraus. Eine LFG ohne Fischernetze geht gar nicht, also gibt es künftig keine Fasnacht mehr. Und weil es keine Fasnacht mehr gibt, braucht es auch keine Fasnachtsgesellschaft mehr. Die Statuten besagen in diesem Fall, dass das Vereinsvermögen dem Verschönerungsverein zufallen soll, der damit einen Braunbären anschaffen muss.
Nun hat aber so ein Depp dem Gfeller-Ober einen bösen Strich durch die Rechnung gemacht und die Fischernetze wieder zurückgebracht. Dabei wissen wir ganz genau, dass doch der Markus bereits einen Bären an der Hand hatte und diesen in eine der nächsten Stadtratssitzungen mitnehmen wollte, als Ergänzung zu den vielen Kamelen und Lamas, die bereits dort sitzen…

So viel Einfallsreichtum muss mit einer Auszeichnung belohnt werden: Wir schlagen deshalb Markus Gfeller als Schweizer des Tages, als Fasnachts-Nobelpreisträger, als „best Gfeller“ oder ganz einfach als diesjährigen Preisträger der Bärenbande vor – womit das „cheibe Gränn vom Gfeller nach em Bärebande-Pris ändlech üfhört“ und gleichzeitig muss auch niemand befürchten, dass in unserem Stadtrat plötzlich tierisch viel los ist.


Gewinnerin 2014: Re Lüdi

2014

Liebe Mobiliar,
Als Stadtpräsident von Langenthal bedanke ich mich recht herzlich für den wertvollen Hinweis. Wir sind daran interessiert, zu wissen, wenn unser Brunnen auf dem Wuhrplatz für einige Bürger, insbesondere Re Lüdi, ein Ärgernis und ein gravierendes Sicherheitsrisiko darstellt. Wir sind bestrebt, die nötigen Schritte einzuleiten, damit Re Lüdi in Zukunft den Wuhrplatz grossräumig umfahren kann oder rechtzeitig alarmiert wird, sollte sie sich mit ihrem Auto in kritische Nähe des Brunnens befinden. Gleichzeitig nehmen wir aber auch erfreut zur Kenntnis, dass der schiefe Brunnen auf dem Wuhrplatz nach Lüdis Attacke an Attraktivität und künstlerischer Ausstrahlung gewonnen hat und nun definitiv das Format zur Touristenattraktion besitzt.

Liebe Re Lüdi,
Was Du soeben gehört hast, ist ein kurzer Auszug des Schreibens von Stadtpräsident Thomas Rufener an „Die Mobiliar“. Auch wir von der Bärenbande sind angetan von Deiner spontanen Protest-Aktion, mit Deinem Auto den Brunnen auf dem Wuhrplatz frontal zu attackieren und damit zum Ausdruck zu bringen, was viele denken, aber nicht laut sagen: „Was für eine Scheiss-Kreation auf diesem wunderbaren Platz.“ Super finden wir auch, dass du zuerst noch deinen Fanclub in Stellung gebracht hast, so dass dein Sohn Simon, beim Pétanque spielen getarnt, laut jolend dir noch zuwinken konnte – einfach genial.
Das grosszügige Entgegenkommen „Der Mobiliar“, Dein Auto wieder instand stellen zu lassen, hat uns überrascht. Mittlerweile wissen wir aber, dass eine klare Absicht dahinter steckt, denn beim nächsten Vorfall, wird den eintreffenden Rettungskräften sowie der Polizei angesichts des bekannten Wagens rasch klar werden, dass es sich hier nicht um einen Unfall, sondern um eine erneute Protest-Aktion von Re Lüdi handelt…
Wer so viel Zivilcourage besitzt, Leib, Leben und das eigene Auto riskiert, um auf einen Missstand aufmerksam zu machen, der verdient es, geehrt zu werden. Deshalb überreichen wir Dir den Preis „Creation Wuhrplatz“, dazu einen Gutschein für eine Reise zum schiefen Turm von Pisa, gesponsert von „Der Mobiliar“.


Gewinner 2013: „Bär“ Urs Zurlinden , Stadtrat Langenthal

zurlinden_2013_fahne

Er ist auch ein Preisträger
Darauf haben wir in Langenthal lange gewartet:
Auf einen Superman, der alle Situationen meistert,
alles im Griff hat und jedes Problem löst.

Seit letzten Herbst wissen wir: Liebe Langenthaler,
jetzt müsst ihr nie mehr verzagen,
sondern bloss noch den Zurlinden fragen:

Er löst auch das Drogenproblem auf dem Wuhrplatz;
Er führt auch den SCL in die National League A;
Er baut auch eine neue Markthalle;
Er wird auch der nächste Stadtbaumeister;
Er gestaltet auch die obere Marktgasse um;
Er wird auch die Hälg im a la cArte ablösen;
Er wird auch in der Hofbar am Zapfhahn stehen;

Aber eines, lieber Urs, wissen wir seit dieser glorreichen
Werbekampagne aber auch: Er ist bestimmt kein Politiker.
Denn diese sind in der Regel einfältig und nicht so vielfältig.

Deshalb bleibt für den Zurlinden Urs bloss
der Trostpreis der Bärenbande. Aber immerhin,
denn so ist er nun auch ein Preisträger…


Gewinner 2012: Daniel Steiner

Langethau isch Durchschnitt, was üs mängisch grusig närvt.
Drum sueche üsi Politiker, Behördeverträter und Induschtrielle
loufend nach pfiffige Idee und Aktione, mit dene es glingt,
Langethau i d’Schlagzile z‘bringe.

De Steiner Dänu, üse Stadtschrieber, het diesbezüglich letscht
Johr ganz bsunders glänzt und üses Stedtli im ganze Kanton
medial bekannt g’macht. Bir Abstimmig über d’Motorfahrzügstür
het är en gloriosi Idee g’ha: Rational, phänomenal, radikal het är g’fuehrwärchet,
Kraft seines Amtes. Schliesslich isch Zyt Gäud, und spare agseit,
ou uf der Verwautig.

Auso, kei unnötige Papierchram, wäg mit dene überflüssige Fötzle.
So si die Abstimmigsresultat schnurschtraks im Schredder g’landet.
D’Schuld derfür het me de no rasch em ne Verwautigsagstellte i d’Schueh
g‘schobe. S’mediale Echo isch g‘wautig gsi. S’Oberaargauer
Stedtli het für einisch klar us em Durchschnitt use g’ragt.

D’Bärebande isch sich einig: So ne g’witzti PR-Kampagne
muess belohnt wärde. Dr BäbaBär 2011 geit a üse Dänu Steiner.
Dermit isch grad ou sicher g’schtöut, dass mir üs vom Stadtschrieber
kei Bär meh löh lo ufbinde. I Zuekunft chame nämlich uf Vorschläg us der
Stadtverwautig ganz eifach antworte und em Steiner Dänu z’rügg
schriebe: Das isch öppis für i Schredder…

Vielen Dank dem Texter artext GmbH aus Langenthal